
| Unterrichtsentwürfe und Unterrichtsmaterial für Biologie und Deutsch |
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Wermelskirchen im Bergischen Land
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Stadt Wermelskirchen? Bitte folgen Sie diesen Links:
Besuchen Sie die Wermelskirchener
Kirmes am jeweils letzten Wochenende im August!
 | Wermelskirchen ist eine Mittelstadt mit rund 30.000 Einwohnern, von denen jedes Jahr einige wegziehen, weil es ihnen im Bergischen Land zu regnerisch ist; - so auch ich.
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Es gibt aber viele Gründe, trotz der Niederschlagsmenge von 1800 mm/Jahr (Berlin: 600) in Wermelskirchen wohnen zu bleiben - naja, einen wenigstens: die Wermelsirchner Kirmes am letzten August-Wochenende. Hierbei handelt es sich um die gemütlichste Kirmes, die ich kenne. Am Kölsch-Stand trifft man alte Bekannte und erfährt auf diese Weise innerhab von vier Tagen (unter dem Regenschirm), was die anderen so erlebt haben - zumeist außerhalb von Wermelskirchen. Menschen, die nicht wegziehen, heißen in der Regel Hackländer, Hackenberg oder Sichelschmidt.
Eigentlich ist die Stadt eine Siedlung rechts und links einer Bundesstraße. Nach und nach müssen sich Querstraßen gebildet haben, und mittlerweile ist Wermeskirchen allein schon recht angewachsen. Die Ortsteile Dhünn (benannt nach dem gleichnamigen Fluß) und Dabringhausen (abgeleitet angeblich von der Wendung "Da bring sie hin, da solln sie hausen, und nennt das Kaff dann 'Dabringhausen'!") bilden weitere kleinere Einheiten dörflicher Siedlungsbeharrlichkeit. Weitere putzige Ortsteilnamen finden sich zuhauf: Hammesrostringhausen, Habenichts, Kreckersweg, Sonne oder Purd, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Nach und nach wächst die zersiedelte Landschaft des Bergischen Landes (benannt nicht nach irgendwelchen Bergen, obwohl es dort Hügel reichlich gibt, sondern nach den Grafen von Berg) so immer weiter zusammen, bis alles, was einmal Wald oder Feld war, letztlich aus schieferverkleideten Häusern und Straßen besteht.
Viele Wermelskirchener besitzen zwei oder mehrere Autos, da es sich hierbei zwar nicht um das einzige, aber beliebteste Fortbewegungmittel handelt, denn der Bahnhof Wermelskirchens wurde in den achtziger Jahren mangels Fahrgästen geschlossen, Busse verkehren selten und sind teuer. Ich saß in einem der letzten Züge und war dort ganz alleine. Nun ja, ergreifende Einzelschicksale.
Berühmtestes Kind der Stadt ist Karl Leverkus (= Leverkusen), weitere fallen mir zur Zeit nicht ein.
Hervorzuheben - und zwar positiv - wäre noch der wirklich herzliche Umgangston der Menschen. Häufigster Satz den man im Vorbeigehen vernehmen kann ist "Wie isset?", gefolgt von "Et muss!" und "Tach auch!".
Außerdem herausragend: Das kulturelle Angebot, für das Kleinstadtformat überproportional gut. Tipp: Die ehemalige Kattwinkelsche Fabrik.
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