Ein Unterrichtsvorschlag zu Goethes "Prometheus" (1774)
Reihe: Individuum und Gesellschaft - Selbsterfahrung/-erkenntnis und Autoritäten
Ziel: Auseinandersetzung mit
der Entwicklung eines individuellen
Lebensplanes in Abgrenzung zu einer - göttlichen - Autorität
dem Thema "Rebellion und Loslösung"
Lernziele
Die Schüler
interpretieren das Gedicht "Prometheus"
als Auflehnung eines irdischen Ichs gegen eine übergeordnete göttliche
Instanz, indem sie die Äußerungen des lyrischen Ichs als Anklagerufe
deuten, die von der angeklagten Instanz nicht beantwortet werden, und indem
sie Schlüsselbegriffe (Opfersteuern, Gebetshauch) dieser angeklagten
Instanz zuordnen.
deuten die Anklage der einen
gegenüber der anderen Instanz als Folge eines Konfliktes.
erschließen aus der Interpretation
der anklagenden Worte den Adressaten der Anklage.
beurteilen, inwieweit die Sagengestalt
Prometheus geeignet ist, um die Interpretation des Gedichtes zu stützen,
indem sie sich als Hausaufgabe über Prometheus informieren.
können das Gedicht vor
der Klasse vortragen, nachdem Kriterien erarbeitet wurden, auf welche Art
dies angemessen gelingen kann.
Stundenverlauf
Einstieg: LV des Gedichts;
S. charakterisieren aus der Erinnerung die Stimmung; L. fixiert
an Tafel
Erarbeitung: Text
wird ausgeteilt; Auftrag: Nennen Sie Eigenschaften, die Zeus/die Götterwelt
und Prometheus/das lyrische Ich beschreiben
Ergebnissicherung: Zusammenfassung,
die über die Charakterisierung des Verhältnisses zu dem
Ergebnis gelang, dass hier eine Anklage vorgebracht wird (Wörterraten
ist natürlich zu vermeiden!)
Vertiefung: formale Analyse
Mögliche Textproduktion:
S. schreiben Gedicht aus ihrer Perspektive als Anklage gegen ihre Autoritäten
Die Geschenkidee: Antworten, bevor Schüler fragen!