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Allergien - Neurodermitis
Neurodermitiker sollten vor allem auf die folgenden Aspekte verstärkt
achten:
1. Hautpflege
Zur Basispflege setzen Sie rückfettende Salben ein. Durch den Zusatz von Harnstoff in Konzentrationen von bis zu 10 Prozent in die Salbe wird die herabgesetzte Feuchtigkeitsbindung der Haut verbessert (vor allem bei kleinen Kindern kann Harnstoff auf der Haut leicht brennen).
Da die Besiedlung der Haut mit Bakterien einen entzündungsfördernden Einfluss hat, wird der Pflegesalbe oft ein antibakterieller Wirkstoff zugesetzt.
In besonders entzündlichen, nässenden Phasen des Ekzems sollten wasserhaltige Grundlagen wie Cremes oder Lotions angewandt werden, während trockene, schuppende Hautareale mit fetthaltigen Salben behandelt werden. Empfehlung: Neutralserien für Allergien (Neurodermitis), extreme Hautempfindlichkeit sowie während homöopathischer Behandlungen.
Zum Baden sollten rückfettende Badezusätze oder Badeöle benutzt werden. Wichtig ist es, die Badezeit auf maximal 15 Minuten zu begrenzen und nach dem Abtrocknen die Haut sofort einzucremen. Die frisch gebadete Haut nimmt
besonders gut die rückfettenden Salben auf.
Während stark entzündlicher und dann juckender Ekzemschübe ist eine Behandlung mit einer wirkstoffhaltigen Salbe (z. B. Kortisonsalbe) erforderlich, die der Entzündung und dem daraus folgenden Juckreiz effektiv entgegen wirkt.
Der Juckreiz und das darauf folgende Kratzen verstärken die Entzündungsreaktion in der Haut, die wiederum mit erneutem Juckreiz reagiert. Das Kortison kann diesen Juckreiz-Kratz-Zyklus durchbrechen. Die Salbe sollte in Intervallen benutzt werden (3-5 Tage Kortisonbehandlung, während die Basispflege dauerhaft erfolgen sollte). Diese Intervallbehandlung verhindert, dass sich mögliche Nebenwirkungen des Kortisons entfalten, wie z. B. Dünnerwerden der Haut oder eine erhöhte
Verletzbarkeit.
2. Richtige Ernährung
Haben die Krankheitsgeschichte, Blut- und Hauttest den Verdacht hinsichtlich eines bestimmtes Nahrungsmittels als Auslöser eines Ekzemschubes ergeben, wird eine Auslass-Diät durchgeführt, d. h., das verdächtigte Nahrungsmittel darf über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr gegessen werden. Kommt es zur Besserung, muss im Anschluss der Beweis der Unverträglichkeit im
Provokationstest erfolgen. Neben den Nahrungsmittel-Allergien gibt es auch nicht-allergische Unverträglichkeitsreaktionen:
Viele Neurodermitiker vertragen z. B. keine Zitrusfrüchte und sollten diese meiden, auch wenn es sich sehr selten dabei um eine Allergie handelt. Wichtig: Das entsprechende Nahrungsmittel kann in versteckter Form auftreten, und es muss ausgeschlossen sein, dass es während der Diät trotzdem aufgenommen wird!
Deshalb ist eine ausführliche Ernährungsberatung beim Allergologen zu Beginn der Diät notwendig, in der darauf eingegangen wird, in welchen Produkten sich das zu vermeidende Lebensmittel verstecken kann.
Im Winter sind die Hautfuktionen eingeschränkt. Daher gilt die Devise: Salben, salben, salben!
Die Winterluft enthält weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Bei niedrigen Temperaturen verändert sich die Struktur der Hautfette, ähnlich, wie man es bei Butter beobachten kann, wenn sie zimmerwarm oder gekühlt ist. Trockene Heizungsluft ist ein weiterer Stressfaktor für die Haut.
Deshalb hier abschließend einige Tipps zur Hautpflege in den Wintermonaten:
- Führen Sie der Haut im Winter ausreichend Fett zu, aber beachten Sie, dass Feuchtigkeitscremes bei Minustemperaturen der Haut eher schaden! Wählen Sie am besten wasserfreie Fettsalben!
- Hände und Lippenpartie benötigen im Winter besondere Pflege!
- Verwenden Sie keine alkoholischen Gesichtswässer!
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